
Eine neue Welle von Übergriffen und Vergewaltigungen hat zentralamerikanische MigrantInnen in Mexiko erfasst. Wie unsere KollegInnen vom Movimento Migrante Mesoamericano (MMM) berichten, wurden allein am vergangenen Wochenede zwei Menschen erschossen, ein Mädchen vergewaltigt und fünf Honduraner verletzt und ausgeraubt. All diese Verbrechen werden der kriminellen mexikanischen Vereinigung Araña (deutsch: Spinne) zugeschrieben, die immer wieder MigrantInnen aus Zentralamerika beim Versuch, in den südmexikanischen Bundesstaat Tabasco zu gelangen, überfällt. Zahlreiche weitere Verbrechen gegen ZentralamerikanerInnen in dieser Region gehen auf ihr Konto.
Aufgrund des Anstiegs der Gewalt entlang der Grenze werden der Menschenrechtsaktivist Ruben Figueroa von unserer Partnerorganisation MMM zusammen mit Fray Tomas Gonzalez, dem Leiter der von medico unterstützten MigrantInnenherberge in Tenosique/Tabasco, und VertreterInnen anderer Menschenrechtsorgansiationen am kommenden Mittwoch die Grenze ablaufen, um auf die zunehmenden Menschenrechtsverletzungen an MigrantInnen in Mexiko aufmerksam zu machen und Hotspots der Gewalt zu identifizieren. Es ist auch ein Treffen mit guatemaltekischen Flüchtlingen geplant, die Anfang Januar von den mexikanischen Behörden aus einem Lager in Tenosique vertrieben wurden (siehe Blogbeiträge vom 10. und 13.1.2012).
Veröffentlicht von Dieter Müller am 10.02.2012 | 0 Kommentare
