
Otto Perez Molina, Ex-General und neuer Präsident Guatemalas, verhängt den Ausnahmezustand im Norden der Provinz Huehuetanango (an der Grenze zu Mexiko).
Ausgelöst hat die Entscheidung anscheinend der jüngste Vorfall, bei dem gestern eine Person zu Tode kam und zwei verletzt wurden. Die näheren Umstände dieser Gewalttat sind noch nicht bekannt. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass sie mit dem Konflikt um die Pläne der Firma Hidrosantacruz zum Bau eines Staudammes zusammenhängt.
Die Asamblea de los Pueblos de Huehuetenango por la Defensa del Territorio (ADH – Versammlung der Völker Huehuetenangos zur Verteidigung des Territoriums) berichtet aus Santa Cruz Barillas, dass in den vergangenen Tagen die telefonischen Drohbotschaften gegen Aktivisten, die sich dem Staudammprojekt wiedersetzen, deutlich zugenommen haben. Zudem habe die Firma Klagen gegen verschieden Anführer der Protestbewegung bei Gericht eingereicht.
Es steht zu befürchten, dass sich die damit verbundene weitere Re-Militarisierung, wie bereits zuvor unter Präsident Colom (Baja Verapaz und Petén), auch gegen die sozialen Bewegungen richten wird, die seit über fünf Jahren gegen die verschiedenen Megaprojekte und den damit verbundenen Ausverkauf ihrer Territorien zur Wehr setzen.
Veröffentlicht von Dieter Müller am 03.05.2012 | 0 Kommentare
